FAQ
Implantversorgung
Was sind Implantate und wie funktioniert das?
Für welchen Patienten kommt eine Implantatversorgung in Frage?
Gibt es Kontraindikationen für die Versorgung mit Implantaten?
Häufig gestellte Fragen:
Ästhetische Zahnheilkunde
Wie ist der Trend Zähne aufhellen zu lassen aus zahnmedizinischer
Sicht zu bewerten?
Welche Bleaching-Methoden gibt es?
Was versteht man genau unter Zahnverfärbungen?
Mit welchen Nebenwirkungen muss der Patient beim Bleaching
rechnen?
Parodontalbehandlung:
Was ist eine Parodontitis?
An welchen Symptomen kann man eine Parodontitis erkennen?
Welche Folgen und Risiken gibt es bei der Parodontitis?
Bildmaterial Copyright © 2010 proDente Bildarchiv
Wie ist der Trend Zähne aufhellen zu lassen aus
zahnmedizinischer Sicht zu bewerten?
Sicherlich nimmt der Bereich der Ästhetik in der
Zahnheilkunde einen immer höheren Stellenwert ein. Die
entsprechenden Bedürfnisse werden bei den Patienten häufig
durch die Medienwelt geweckt.
Das diese „Modetrends“ durchaus Stilblüten treiben können,
zeigt ein Blick in die Vergangenheit. So war es am japanischen
Kaiserhof „très chic“ die Zähne schwarz zu färben. Grund
waren die durch gesüßte Getränke und Speisen schwarz
gewordenen Zähne des damals herrschenden Kaisers.
Das künstliche Aufhellen der Zähne (Bleaching) ist aus
zahnmedizinischer Sicht selten notwendig. Allerdings führt
der Wunsch nach weißen Zähnen nicht selten zur intensiveren
Beschäftigung mit den eigenen Zähnen und hat
möglicherweise zur Folge, dass die Patienten auch zu einer
verbesserten Mundhygiene motiviert werden können.
Auf jeden Fall sollte die Anwendung nur unter zahnärztlicher
Anleitung erfolgen.
Welche Bleaching-Methoden gibt es?
„Office-Bleaching"
Hier wird in der Zahnarztpraxis ein konzentriertes Bleichmittel
aufgetragen, welches je nach Intensität der Verfärbung in
relativ kurzer Zeit zum Erfolg führt. Je nach Art der Verfärbung
sind hier mehrere Sitzungen beim Zahnarzt notwendig.
„Home-Bleaching"
Dabei trägt der Patient mehrere Stunden täglich eine vom
Zahnarzt individuell für ihn angefertigte Schiene mit dem
Bleichmittel. Der Behandlung wird in kurzen Abständen in der
Zahnarztpraxis kontrolliert.
"Frei handelbare Bleichmittel"
Da der Patient vor dem Bleichen nicht entscheiden kann,
welcher Art die Zahnverfärbungen sind, und er auch nicht
weiß, ob z. B. verfärbte Kronen zu dem ästhetisch wenig
ansprechenden Bild geführt haben, ist eine uneingeschränkte
Anwendung dieser Präparate nicht anzuraten. Außerdem ist
die Bleichwirkung zumeist sehr viel geringer als bei den
zahnärztlichen Verfahren.
Was versteht man genau unter Zahnverfärbungen?
Zahnverfärbungen haben unterschiedliche Ursachen, die
vom Zahnarzt diagnostiziert werden können. So gibt es
Verfärbungen an gesunden Zähnen durch äußere Einflüsse.
Farbstoffe aus Tee, Kaffee, Rotwein und Tabak lagern sich
auf der Zahnoberfläche ab. Sind diese Ablagerungen nur
oberflächlich, können sie leicht mit einer Politur beseitigt
werden.
Sind die Verfärbungen in den Zahnschmelz eingedrungen oder
haben sich Zähne im zunehmenden Alter dunkel verfärbt, kann
Bleichen Abhilfe schaffen. Es gibt jedoch auch Verfärbungen,
die während der Zahnentwicklung entstehen und die durch
Bleichbehandlungen nicht beeinflusst werden können. Auch
Wurzelkanalbehandlungen können Zahnverfärbungen zur
Folge haben. Hier lässt sich durch sogenanntes internes
Bleichen die natürliche Zahnfarbe wieder herstellen.
Mit welchen Nebenwirkungen muss der Patient beim
Bleaching rechnen?
Da beim Bleichen nur der natürliche Zahn aufgehellt wird, aber
nicht der Zahnersatz, müssen Füllungen, Kronen und
Verblendungen möglicherweise erneuert werden, wenn sie
farblich nicht mehr passen. Austretendes Bleichmittel kann
Zahnfleisch und Mundschleimhaut reizen und es kann
vorkommen, dass die Zähne nach dem Bleaching auf heiß und
kalt sensibel reagieren. In diesem Fall kann z.B. die
wöchentliche Anwendung eines Fluoridgels helfen, die
Überempfindlichkeiten zu reduzieren und gleichzeitig den
Zahnschmelz zu härten. Selbstverständlich sollte vor der
Bleichbehandlung eine bestehende Karies entfernt werden
und der Defekt zumindest provisorisch verschlossen werden.
In seltenen Fällen können auch allergische Reaktionen auf
das Bleichmittel auftreten.
Was ist eine Parodontitis?
Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des
Zahnbetts, bei der der Zahnhalteapparat abgebaut wird.
Umgangssprachlich wird sie oft fälschlicherweise als
„Parodontose" bezeichnet. Hervorgerufen wird Parodontitis
durch besondere Keime und Bakterien, die sich im Zahnbelag
(Plaque), in verkalkten Ablagerungen am Zahnfleischrand
(Zahnstein) und vorrangig in verkalkten Ablagerungen in der
Zahnfleischtasche (Konkremente) befinden. Dort sondern sie
Giftstoffe ab, die in der Zahnfleischtasche eine Entzündung
verursachen.
An welchen Symptomen kann man eine Parodontitis
erkennen?
Gesundes Zahnfleisch erkennt man an seiner blassrosa Farbe.
Die Zahnzwischenräume sind vollständig ausgefüllt und bluten
bei Berührung nicht. Erste Anzeichen für eine Erkrankung des
Zahnfleisches sind meistens Zahnfleischbluten und
Mundgeruch, das Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen.
In diesem Stadium spricht man noch von einer Gingivitis, die
sich unbehandelt allerdings zu einer Parodontitis entwickeln
kann: Zahnfleisch und Knochen gehen zurück, es kommt zu
verlängerten Zahnhälsen und einer Schädigung des
gesamten Zahnhalteapparates; die Zähne lockern sich.
Schmerzen bereitet eine Parodontitis in der Regel nur wenig
und verläuft häufig langsam und schleichend. Es gibt
allerdings auch einige spezielle Formen dieser Erkrankung, die
einen sehr aggressiven Verlauf haben. Um die Parodontitis
frühzeitig zu stoppen, ist es wichtig, schon die ersten
Anzeichen sehr ernst zu nehmen und vom Zahnarzt behandeln
zu lassen.
Welche Folgen und Risiken gibt es bei der Parodontitis?
Die Parodontitis ist eine Gefahr für Zähne und Körper, die
auch schwerwiegende Folgen haben kann. Zähne verlieren
ihren Halt und können – wenn diese Erkrankung unbehandelt
bleibt – ausfallen. Statistische Untersuchungen haben
ergeben, dass durch Parodontitis jenseits des 40.
Lebensjahres mehr Zähne verloren gehen als durch Karies.
Nach neuesten Untersuchungen kann eine Parodontitis auch
schwere Allgemeinerkrankungen fördern. Bakterien, die
sich in den entzündeten, blutenden Zahnfleischtaschen
befinden, können unbemerkt in die Blutbahnen gelangen und
Entzündungen auslösen, die schwere Allgemeinerkrankungen
begünstigen. Auch ein Zusammenhang zwischen
Parodontitis und Herz-, Kreislauf- und
Gefäßerkrankungen wird derzeit wissenschaftlich diskutiert.
Verlaufsstudien haben ergeben, dass Parodontitis-Patienten
ein bis zu 1,7-fach höheres Risiko für eine Verengung der
Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK) hatten. Ein
endgültiger Beweis für eine Wechselbeziehung steht allerdings
noch aus.
Was sind Implantate und wie funktioniert das?
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die dem Patienten
"eingepflanzt" (implantiert) werden. Sie ermöglichen
kosmetisch und qualitativ hochwertige Zahnersatzformen mit
hohem Kaukomfort.
Für welchen Patienten kommt eine Implantatversorgung
in Frage?
Sinnvolle Indikationen für die Versorgung mit Implantaten sind
z.B.:
Einseitige Freiendsituationen, die sonst nur mit einem
herausnehmbaren Ersatz gelöst werden können.
Einzelverlust oder Nicht-Anlage bei kariesfreien
Nachbarzähnen.
Der zahnlose Unterkiefer bei dem mit der konventionell
Therapie nur ungenügender Halt erreicht wird.
Ergibt die gründliche Voruntersuchung, dass die lokalen
(genügend Knochenangebot, Infektionsfreiheit im
Operationsgebiet) Vorraussetzungen erfüllt sind, dann besteht
eine gute Prognose. Betreuende und individuelle Prophylaxe
vorausgesetzt. Das Alter bedingt übrigens keine
Einschränkung (falls die anderen Bedingungen erfüllt sind!),
Ausnahme der jugendliche Knochen der sich noch im
Wachstum befindet.
Gibt es Kontraindikationen für die Versorgung mit
Implantaten?
Ob eine Versorgung mit Implantaten möglich ist, muss
individuell im Einzelfall durch die allgemein- und zahnärztliche
Voruntersuchung geklärt werden.
Kontraindikationen können sein:
Systemerkrankungen des Knochens
Störungen der Blutbildung
Rheumatische Erkrankungen
Herz, Leber und Nierenerkrankungen.
allergische Erkrankungen
mangelhafte Immunabwehr
fehlende Motivation des Patienten zu bestmöglichen
Mundhygiene